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Loburger Schlosskonzert mit der Wiener Pianistin Nini Funke

04.10.2026, 17:00 Uhr
Nini Funke
Nini Funke

Es ist inzwischen längst kein Geheimnis mehr, dass 2026 ein Jahr des Abschieds ist, zumindest für das Kulturforum Ostbevern, das seit seiner Gründung im Jahr 1998 unermüdlich Konzerte, Lesungen und diverse andere Kulturveranstaltungen in Ostbevern organisiert hat. Mit der Auflösung des Vereins geht auch die Reihe der Loburger Schlosskonzerte zu Ende. Am Sonntag, den 4. Oktober, gibt es nun ein letztes Mal Gelegenheit dazu, ein Loburger Schlosskonzert zu besuchen. Wie schon das vorletzte Schlosskonzert mit der jungen Pianistin Fatjona Maliqi, deren Interpretation von J. S. Bachs grandiosen „Goldberg Variationen“ noch lange nachhallte, verspricht auch das letzte ein besonderes, unvergessliches zu werden, wobei dieses Mal der Schwerpunkt auf der Romantik liegt, einer Epoche, die wie kaum eine zweite zum Thema des Abschieds passt.

  Schlosskonzert_Nini Funke  

Die Wiener Pianistin Nini Funke wird im Rittersaal ein ebenso technisch anspruchsvolles wie emotional bewegendes Programm präsentieren, das kanonische Stücke von fünf verschiedenen Komponisten umfasst. Während Funke im ersten Teil Schuberts „kleine“ (aber feine) Klaviersonate in A-Dur, zwei Balladen von Johannes Brahms sowie eine Auswahl aus Edvard Griegs „Lyrischen Stücken“ und Liszts „Années de Pèlerinage de la Suisse“ zu Gehör bringen wird, ist der zweite Teil einem monumentalen „Brocken“ der russischen Klavierliteratur gewidmet, der bislang noch nicht im Rahmen eines Schlosskonzertes gespielt worden ist: Modest Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“. Ein Blick in den Lebenslauf der Pianistin genügt, um zu sehen, dass Nini Funke den enormen, auch und gerade spieltechnischen Herausforderungen ihres Programms mühelos gerecht werden dürfte. Bereits mit 16 Jahren war sie Vorstudentin an der Karlsruher Musikhochschule, nach dem Abitur ging sie nach Österreich, um an der Wiener Musikhochschule Konzertfach und Musikpädagogik zu studieren, wofür sie mit einem Stipendium des österreichischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung gewürdigt wurde. Sie war wiederholt Finalistin und Preisträgerin bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben und gibt Gastspiele in aller Welt. Was in der Presse besonders gelobt wird, ist ihre differenzierte Anschlagskultur und ihr erklärtes Interesse, Virtuosität nicht als Selbstzweck zu betrachten, sondern als Voraussetzung dafür, den musikalischen Gehalt einer Komposition zu vermitteln.

Karten für dieses Konzert, das wie gewohnt um 17 Uhr beginnt, können in der Buchhandlung Düring in Ostbevern erworben oder telefonisch im Sekretariat der Loburg reserviert werden. Der Preis für eine Karte im Vorverkauf beträgt 15 Euro, an der Abendkasse 20 Euro.

Dr. Michael Bähr