Wie spricht man über psychische Belastungen? Woran erkennt man, wenn es jemandem nicht gut geht? Und wo findet man Hilfe? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 beim diesjährigen Mental Health Day.
Das soziale Lernen und die emotionale Bildung stärkt die Persönlichkeit, Konfliktfähigkeit und Empathie der Schülerinnen und Schüler und ist die Basis dafür, mit Stress umzugehen, sich selbst und andere besser zu verstehen.
Ein Baustein des sozialen Lernens an der Loburg ist der Mental Health Day, an dem Projekttag stand ein Thema im Mittelpunkt, das im Alltag oft noch zu wenig Beachtung findet: die psychische Gesundheit. Ziel des Projekttages war es, junge Menschen für psychische Erkrankungen zu sensibilisieren, Vorurteile abzubauen und deutlich zu machen, dass seelische Gesundheit genauso wichtig ist wie körperliche Gesundheit.
Die Jugendlichen erhielten Informationen über verschiedene psychische Erkrankungen, sprachen über Stress, Krisen und Resilienz und erfuhren, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt – sowohl im persönlichen Umfeld als auch durch professionelle Beratungsangebote. Dabei wurde immer wieder deutlich: Über psychische Belastungen zu sprechen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wichtiger Schritt, um Hilfe zu erhalten.
Ein Projekttag dieser Größenordnung lebt vom Engagement vieler Menschen. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen gestalteten den Mental Health Day als Teamerinnen, Teamer und Betreuende mit großem Einsatz und sorgten dafür, dass die Schülerinnen und Schüler in einer vertrauensvollen Atmosphäre gut miteinander ins Gespräch kommen konnten. Auch aus dem Kreis der Eltern und der Schülerschaft gab es Unterstützung bei der Organisation und Durchführung des Soul Cafés und der Workshops; Frau Rauschel und Herr Büscher von den Alexianern standen als Experten in Gesprächsrunden zur Verfügung.
Der Mental Health Day setzt ein wichtiges Zeichen für unsere Schulgemeinschaft. Er fördert Aufklärung, stärkt die Prävention und trägt dazu bei, psychische Erkrankungen und Vorurteile abzubauen. Denn Offenheit, Wissen und gegenseitige Unterstützung sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen gesund aufwachsen und sich in der Schule angenommen fühlen.
Eine Fortführung der Schwerpunkte des Mental Health Day fand in Workshops für interessierte Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe und – später am Tag – auch für interessierte Kolleginnen und Kollegen statt. Geleitet wurden die Workshops von Psychologiestudentinnen der „Mind-the-mind-Initiative Münster“ und der Schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreis Warendorfs. Dabei wurden häufige Störungsbilder thematisiert, die anschaulich aufbereitet waren. Neben der Vermittlung von fachlichem Hintergrundwissen stand vor allem auch der Austausch miteinander im Vordergrund.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement zum Gelingen dieses besonderen Projekttages und Workshops beigetragen haben.