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Erfolgreiche Teilnahme am Essay-Wettbewerb der Berkenkamp-Stiftung

04.02.2026
Urkunde 2025_1
Urkunde 2025_1

Im Rahmen des 21. Essay-Wettbewerbs 2025 der Berkenkamp-Stiftung, der in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurde, haben Alice, Nele und Gesa (fehlend auf dem Bild) mit großem Engagement und bemerkenswerter inhaltlicher Tiefe teilgenommen. Der Wettbewerb lädt jedes Jahr junge Menschen dazu ein, sich literarisch und reflektiert mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen auseinanderzusetzen und eigene Positionen sprachlich überzeugend zu formulieren.

In diesem Jahr standen unter anderem die Themen Selbstoptimierung sowie das Zitat von Hannah Arendt „Es gibt keine gefährlichen Gedanken, das Denken an sich ist gefährlich“ im Mittelpunkt. Die eingereichten Essays zeigten eindrucksvoll, wie differenziert, kritisch und persönlich sich junge Autorinnen diesen komplexen Fragen nähern können.

Der Essay von Alice zum Thema Selbstoptimierung überzeugte durch seine eindringliche, persönliche Perspektive und machte sichtbar, wie der gesellschaftliche Druck zur ständigen Verbesserung das eigene Ich verdrängen kann. Besonders berührend ist die ehrliche Selbstreflexion, mit der deutlich wird, dass wahre Entwicklung nicht im Streben nach Perfektion liegt, sondern im Mut zur Selbstakzeptanz. Der Text versteht Selbstoptimierung nicht als Zwang, sondern als sensible Suche nach der eigenen Stimme.

Gesa setzte sich in ihrem Essay reflektiert mit Hannah Arendts Denken auseinander und zeigte eindrucksvoll die Ambivalenz menschlichen Denkens zwischen Verantwortung und Zerstörung. Historische Beispiele aus der Zeit des Nationalsozialismus wurden ebenso souverän einbezogen wie persönliche und psychologische Perspektiven. Der Text macht klar, dass Denken niemals neutral ist, sondern immer Verantwortung verlangt – und gerade darin seine menschliche Bedeutung liegt.

Der Essay von Nele näherte sich Hannah Arendts Zitat mit großer sprachlicher Kraft und philosophischer Tiefe. In dichten Bildern und klugen Fragen wird Denken als schöpferische, aber riskante Grundbedingung des Menschseins entfaltet. Der Text verbindet Moral, Geschichte, individuelle Erfahrung und Zukunftsfragen zu einem vielschichtigen Gedankengeflecht und zeigt eindrucksvoll, dass Denken gefährlich sein kann – aber unverzichtbar bleibt.

Alle drei teilnehmenden Schülerinnen erhielten nun eine Teilnahmeurkunde als Anerkennung für ihre intensive Auseinandersetzung mit anspruchsvollen Themen, ihre sprachliche Ausdrucksstärke und ihren Mut zur eigenen Position.

 

Für uns als Lehrkräfte war es wieder eine große Freude, sie bei der Entwicklung dieser Texte zu begleiten und mitzuerleben, mit welcher Ernsthaftigkeit, Offenheit und gedanklichen Reife sie sich den anspruchsvollen Fragestellungen gestellt haben.


Wir freuen uns schon auf den nun beginnenden neuen Durchgang, der erneut herausfordernde und spannende Themenstellungen bereithält.

 

Ulrike Mai-Schier & Raphael Flothkötter