Vierzehn Loburger In Köszeg

09.11.2015

Ungarn_2015

Nachdem unsere ungarischen Austauschpartner Mitte August eine Woche bei uns in Ostbevern verbrachten, machten wir uns am 20.10.2015 auf den Weg zum Gegenbesuch in Ungarn. Es ging schon um 2.30 Uhr an der Schule los, sodass wir bereits um 7.45 Uhr in Wien landeten. Dieses Ziel mag auf den ersten Blick verwundern, da wir doch eigentlich nach Ungarn unterwegs waren, aber unsere gastgebende Schule befindet sich direkt an der österreichisch-ungarischen Grenze, sodass der Flughafen Wien näher liegt als der in Budapest.

 

Wir nutzten diesen Zwischenstopp natürlich auch, um einen Eindruck von der österreichischen Metropole zu bekommen und uns bei einer Führung im Heeresgeschichtlichen Museum die Verbindung der österreichischen mit der ungarischen Geschichte zu vergegenwärtigen.

In Ungarn vermischen sich die Einflüsse westlicher und östlicher Kulturen aus mehr als 1000 Jahren Geschichte, was uns in Köszeg direkt bei der Stadtrallye am Mittwoch auffiel, da die kleine Stadt (11.000 Einwohner) von der Jurisicsburg dominiert wird, sich aber auch Kirchen im Donaubarock, eine jüdische Synagoge und natürlich Häuser aus Zeiten des Kommunismus finden lassen. Die erste Nacht verbachten wir zusammen mit unseren Austauschpartnern im dortigen Internat, um uns den z.T. recht langen Anfahrtsweg per Bus zur Schule zu ersparen. Am Donnerstag nahmen wir dann am Unterricht und an einem Schulfest teil, bei dem wir auch die Gelegenheit bekamen, uns und die Loburg vorzustellen. Diese Veranstaltung in der Aula mit anschließendem Kastanienbraten auf dem Schulhof läutete für unsere Gastgeber die Herbstferien ein.

 

Auch wenn Ungarn in einigen Dingen sehr westlich wirkt, gibt es dennoch Unterschiede zu Deutschland, was wir beispielsweise an der inhaltlichen Vorbereitung und der Durchführung des Nationalfeiertags am 23.10. erfahren konnten:  Nicht nur, dass die älteren Schüler jedes Jahr eine Schulstunde zu diesem Ereignis haben, sondern auch Fahnen und Blumen sind an ganz vielen Denkmälern, die an den Ungarnaufstand erinnern, allgegenwärtig. Wir nutzten diesen Feiertag für einen Ausflug in die nahegelegene Bischofsresidenz Szombathley und gingen nachmittags auf dem Gebiet des früheren „Eisernen Vorhangs“ wandern.

Am Samstag, der von den Familien geplant war, fuhren wir in ein kleines ungarisches Dorf, wo wir bei sehr schönem Wetter Spiele machten und verschiedene Spezialitäten der heimischen Küche probieren konnten – neben Selbstgebackenem bereitete ein Vater uns draußen ein typisch ungarisches Rehgulasch zu.

 

Sonntags war das Programm sehr unterschiedlich, da wir mit unseren Austauschfamilien unterwegs waren, aber wir trafen uns fast alle abends auf dem Kastanienmarkt in Köszeg.

Ein Highlight, wenn nicht sogar DAS Highlight unseres Programms war sicherlich der Montag, den wir in Budapest verbrachten. Die faszinierende Stadt machte schnell das super frühe Aufstehen wett, als wir den Ausblick von der Fischerbastei genossen und über die Kettenbrücke bummelten.

 

Dienstags konnten wir uns dann in einem Freizeitbad entspannen, bevor uns der stellvertretende Bürgermeister Köszegs empfing und wir unseren Ungarnaufenthalt bei einem Abschiedsabend ausklingen ließen.

 

Insgesamt war es spannend, 8 Tage in einem Land zu verbringen,

 

  • in dem man von der Landessprache nichts verstehen kann,
  • in dem der Lebensstandard an vielen Stellen so ganz anders ist als bei uns,
  • in dem man die Folgen der Geschichte so hautnah erleben kann und
  • in dem uns v.a. eine ungeheure Freundlichkeit und Gastfreundschaft entgegengebracht wurde.

 

 

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