„Verde Vida“ aus Brasilien zu Gast an der Loburg

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Lebensfreude und gesellschaftliche Probleme

   

   

   

 

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen  7, 8 und 9 erlebten in dieser Woche zwei Stunden Brasilien pur. Im Rahmen des Kulturprogrammes waren die Kinder und Jugendlichen aus dem Projekt „Verde Vida“ (deutsch: „Grünes Leben“) aus Crato, im Nordosten Brasiliens an der Loburg zu Gast. Mit der Kinderkulturkaravane sind sie für zweieinhalb Monate in ganz Deutschland unterwegs um in Schulen und Gemeinden aufzutreten, die kulturelle Vielfalt Brasiliens zu zeigen, aber auch um auf die gesellschaftlichen Probleme des Landes aufmerksam zu machen.

 

Marcos Xenofonte, der Leiter des Projektes und die sechs Jugendlichen zwischen 15 und 23 Jahren zeigten im ersten Teil ihres Programmes Szenen aus dem Alltagsleben in ihrem Dorf: Glühende Hitze und ausgetrocknete Böden verhindern eine gute Ernte. Der Regen fehlte und die Stimmung im Dorf mit Tanz und Gesang kippt. Das Baby der Familie stirbt an mangelnder medizinischer Hilfe. Der Vater verlässt die Familie. Die Kinder und die Mutter schlagen sich durch und gehen häufig hungrig ins Bett. Auch die Kinder gehen in die Stadt, aber  die Brutalität der Straße  lässt sie wieder heimkehren. Der Vater stirbt durch einen Überfall: Die Realität einer armen Familie in Brasilien.

 

 

 

 

Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler zeigen auf der Bühne, was sie im täglichen Leben erfahren  haben. Sie hatten Glück in dem Projekt „Verde Vida“ groß geworden zu sein. Marcos Xenofonte gründete das Projekt vor fast 40 Jahren. Hier stehen Tanz, Musik, Malerei, Kultur und die Unterstützung der Familien in Vordergrund. So konnten sie eine Fischzucht anlegen und eine Bäckerei aufbauen, um die soziale Arbeit in Crato leisten zu können.

 

Im zweiten Teil der Aufführung zeigte sich die brasilianische Lebensfreude. Tänze aus den verschiedenen Epochen kamen in einem zum Teil rasanten Tempo auf die Bühne und diese Freude schwappte auf die jungen Zuschauer aus Deutschland über. Capoeira, der Tanz der Sklaven mit dem sie ihr Kampftraining kaschierten, Samba, Salsa und Maracatu mit akrobatischen Einlagen führten zu Beifall  bei den Schülern und spornten die jungen Künstler an. Besonders das Fabelwesen, eine Mischung aus Krokodil, Giraffe und Gepard, begeisterte die Schüler. So erhielten die Schüler einen guten Einblick  in das Leben dieses Landes der Kontraste, das vielen nur aus dem Karneval in Rio und großen Sportereignissen bekannt ist.  

 

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