Schulsanitäter erleben Katastrophenausstellung

Schulsanitaeter

 „Alarmstufe Rot“ hieß es am vergangenen Freitag für einige Schulsanitäter der Loburg. Gemeinsam mit der betreuenden Lehrerin des Schulsanitätsdienstes Nicole Jungeblut, ging es für die 26 Schülerinnen und Schüler nach Dortmund zur gleichnamigen Sonderschau in der Arbeitsweltausstellung in Dortmund, kurz DASA. Zudem begleitet wurde die Gruppe von der Lehrerin Christin Schröter, die zukünftig ebenfalls die Leitung einer Sanitätergruppe übernehmen möchte. Hier konnten die Schulsanitäter einige Stunden lang das Verhalten bei Unglücken wie Naturkatastrophen, Industrieunfällen oder menschlichem Versagen erproben.

 

Die Schulleitung selbst hatte den Ausflug vorgeschlagen, um sich bei dem Sanitäter-Team zu bedanken, die in den Pausen und an Sportveranstaltungen großartige Arbeit leisten würden.

 

Diese Einladung ließen sich die Jugendlichen der siebten bis zur zwölften Klasse nicht entgehen und tauschen für einen Schultag Füller und Heft gegen Rucksäcke und Entdeckerfreude ein. 

 

Zum besseren Verständnis waren für die Schulsanitäter, in zwei Gruppen aufgeteilt, Führungen durch die Ausstellung gebucht worden. Verbunden mit den aktuellen Unwetterereignissen in Texas, lernte die Gruppe dort, dass auch in Deutschland verschiedenste Naturkatastrophen möglich seien und, bedingt durch den Klimawandel, in Zukunft durchaus häufiger auftreten könnten. In einem Erdbeben-Simulator, der Beben bis zur Stärke 6,7 nachstellte, konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah erleben, wie die Wände wackelten. Außerdem erhielten sie Einblick in die technologischen Möglichkeiten zur Verhinderung von Tsunamis durch Frühwarnbojen, Klimasensoren oder Detektionssysteme. Auch Verhaltensweisen bei Tsunamis oder Erdbeben wurden erläutert.

 

Katastrophen im Transport erklärten die führenden Mitarbeiter an Beispielen von Schiffs- und Zugunglücken anschaulich. Zudem erhielten einige Teilnehmer die Möglichkeit einen simulierten Überschlag im Auto zu durchleben. „Sehr beängstigend“, fassten ein paar Schulsanitäter das Erlebnis schließlich zusammen. Ebenso wie im Ernstfall müsse man sich vollständig auf die Technik des Wagens verlassen können.

 

Auch der Faktor Mensch in schweren Industriekatastrophen wie Tschernobyl wurde thematisiert. Hierbei spielte sowohl menschliches Versagen, als auch heldenhafter Einsatz zum Retten von Leben eine große Rolle.

 

Zuletzt konnten die Schulsanitäter im „Space Curl“, einem Simulator zur Schwerelosigkeit, ihre Körperspannung und Gleichgewichtssinn auf den Prüfstand stellen.

Zum Abschluss durfte die Gruppe ebenfalls die Dauerausstellung besuchen, die unter anderem den Prozess der Industrialisierung samt vielfältiger Exponate sowie Teilbereiche zur Gesundheit am Arbeitsplatz enthielten. Hierbei interessierten sich einige Jugendliche besonders für Tipps zur Rückengesundheit bei langem Sitzen sowie der Reduzierung von Stress, welcher auch schon im Alltag von Schülern, zumindest zeitweise, eine Rolle spiele.

 

Als die Gruppe gegen Nachmittag die Loburg wieder erreichte, waren sich alle Schulsanitäter einig: Sie hatten gemeinsam einen sehr interessanten und praxisreichen Tag verbracht, der ihnen noch lange im Gedächtnis bleiben würde. 

 

 

Zum beigefügten Foto:

Ganz schön eng: Wie es sich anfühlt gemeinsam in einer Rettungsinsel zu sitzen, durften die Schulsanitärer bei der DASA selbst erleben.

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