Ist das noch Wetter oder schon Klima?

04.12.2015

girlsgo4green

Jeder von uns würde vermutlich die Ausgangsfrage so beantworten, dass „Wetter“ Erscheinungsformen wie Sonnenschein, Bewölkung, Regen, Wind, Hitze oder Kälte im Zusammenhang mit einem aktuellen Zustand bezeichnet, während „Klima“ langfristiger ist - also das typische Wetter für eine bestimmte Region. Doch Wetter lässt sich auch physikalisch beschreiben etwa durch thermodynamische Zustandsgrößen wie Druck, Temperatur oder Dichte. Deshalb kann „Wetter“ auch in einem Labor erzeugt werden.

 

Das MExLab der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat unter dem Titel „Mit Energie das Klima wandeln“ im Mai 2014 das Projekt GirlsGo4Green ins Leben gerufen, an dem 80 Schülerinnen aus dem Münsterland teilgenommen haben. Gefördert wurde das Projekt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

 

 

In drei verschieden Workshops "Wat(t) is denn das?!", "Mit Sonne und Wind gegen den (Atom-) strom", und eben „Ist das noch Wetter oder schon Klima?“ beschäftigten sich Loburger Schülerinnen mit spannenden Fragen rund um den Klimawandel, wozu sie auch Firmen und Forschungseinrichtungen wie beispielsweise den Deutschen Wetterdienst Essen, die Stadtwerke Münster, das Frauenhoferinstitut Oberhausen, oder den Wissenschaftspark Gelsenkirchen besuchten. Durch die Erweiterung ihres Wissens im MINT- Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) wurden die Schülerinnen befähigt, Fragen zur Energiewende sachgerecht zu bewerten und damit nachhaltig die Zukunft von morgen zu gestalten.

 

Am 28.11.2015 fand nun an der WWU die feierliche Abschlussveranstaltung statt. Nach der Begrüßung durch die Projektleiterin Prof. Dr. Cornelia Denz, Direktorin des Instituts für Angewandte Physik, hielt Prof. Dr. Otto Klemm einen Vortrag zum Thema „Klima im Wandel“, in dem er auf die Bedeutung der Erderwärmung und den aktuell stattfindenden Klimagipfel einging. Das Improvisationstheater „Impro 005“ lockerte die Atmosphäre, indem es Szenen zum Thema des Projekts spielte und dabei die Schülerinnen, Eltern, Lehrer und Betreuer des Projekts in ihre Show einbezog. Beim anschließenden Empfang im Foyer präsentierten die Schülerinnen die Experimente, die sie in den Workshops gebaut und durchgeführt haben. So konnten die Besucher beispielsweise eine selbst gebaute Solarzelle und ein selbst gebautes Fahrzeug bewundern, das den Gegenwind als Antrieb nutzt.

 

Doch der Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich die feierliche Zertifikatsübergabe:

60 Teilnehmerinnen hatten die Anforderungen an das 18-monatige Projekt erfüllt und erhielten das Zertifikat. Allein 10 dieser Zertifikate gingen an Schülerinnen der Loburg, die von der Physiklehrerin Christina Fietz fachlich begleitet wurden.

 

Wir gratulieren Imke Ehmann, Hannah Engels, Lotta Haverkamp, Hannah Hirsch, Marlene Kallaß, Ilayda Köz, Sabrina Redbrake, Julia Schlagheck, Greta van der Veer und Juliane Wedel (alle Jahrgangsstufe EF) ganz herzlich und werden von ihnen keine umgangssprachlichen Aussagen hören, weil sie auf Grund ihres kontinuierlichen Einsatzes im Projekt physikalisch erklären können, dass Klima eigentlich nur die Statistik des Wetters ist.

 

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