Ganztag

 

 

Nach den Sommerferien startete im Schuljahr 2012/2013 für alle Schülerinnen und Schüler die Loburg als gebundene Ganztagsschule. Im Arbeitskreis Ganztag haben sich Schüler-, Eltern-, Internats- und Lehrervertreter intensiv auf diese Herausforderung vorbereitet. Die Ergebnisse des Arbeitskreises wurden immer wieder mit der Schulleitung und den Schulgremien diskutiert und optimiert. An dieser Stelle möchten wir Ihnen die wichtigsten Änderungen vorstellen.

 

 

 

 

 

Schulzeiten und Bustransfer

 

Die Schulzeiten werden für die Schülerinnen und Schüler verlässlicher, das Schulende planbarer, die Freizeit verbindlich gestaltbar. Alle Schüler der Sekundarstufe I (5. bis 9. Klasse) haben an den Tagen Montag und Freitag sechs Stunden Unterricht bis 12.55 Uhr. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag endet der Unterricht nach der neunten Stunde um 15.15 Uhr - acht Stunden Unterricht und eine Stunde Mittagspause. An den „langen“ Tagen fahren alle Busse nach der neunten Stunde. An den „kurzen“ Tagen fahren die Busse nach der sechsten Stunde und nach der neunten Stunde, da die Sekundarstufe II auch an diesen Tagen acht Unterrichtsstunden haben kann. An diesen Tagen besteht für die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaften aus der Sekundarstufe I die Möglichkeit des Bustransfers nach der neunten Stunde.

 

 

Lernzeiten und Hausaufgaben

 

Die Loburg versteht sich als Schule, die geprägt ist durch ein gutes soziales Miteinander, gegenseitiges Vertrauen und Achtsamkeit gegenüber anderen. Um diesen inhaltlichen Schwerpunkt weiter zu stärken, wird in den Klassen 5, 6 und 7 eine der zusätzlichen Stunden für „Soziales Lernen“ genutzt. Themen dieser Stunde sind das Lions Quest-Programm, die Einrichtung eines Klassenrates und die Schulung von Medienkompetenz.

Die restlichen zusätzlichen Stunden (2 – 3 Stunden je nach Klasse) werden „Lernzeiten“ sein. Als Ganztagsschule ist es ein Ziel der Loburg, die Hausaufgaben so weit wie möglich als Schulaufgaben an ihren Entstehungsort zurückzuholen. Viele „ehemalige“ Hausaufgaben lassen sich als Übungsphase in den Unterricht integrieren. In den Sprachen und Mathematik besteht über den Unterricht hinaus zusätzlicher Zeitbedarf zur Vertiefung der Unterrichtsinhalte. Diese Zeit wird in den Lernzeiten zur Verfügung gestellt.

Ihre Kinder werden also die meisten Aufgaben für die Schule erledigen können. Wir haben beschlossen, die kurzen Tage so weit wie möglich „hausaufgabenfrei“ zu lassen, da es nach wie vor Aufgaben gibt, die nicht in den Lernzeiten erledigt werden können und zu Hause gemacht werden müssen. Dazu gehören in allen Fächern:

 

  • die Projektarbeit
  • das Vorbereiten von Referaten
  • das Vorbereiten auf Klassenarbeiten
  • das Lernen von Regeln

 

In den Sprachen kommt zusätzlich das Lesen von Lektüren und das Lernen von Vokabeln hinzu. Im Fach Mathematik können (falls erforderlich) kurze Aufgaben zum regelmäßigen Wiederholen und Vertiefen hinzukommen.

Für die Klassen 8 und 9 gibt es an den „kurzen“ Tagen eine Ausnahmeregelung. Das Fach Deutsch hat in diesen Jahrgängen keine Lernzeiten und kann punktuell für die Kurztage Aufgaben aufgeben.

 

 

Grundsätzliches zu den Lernzeiten

 

Lernen ist individuell und die benötigte Zeit für eine Aufgabe ist nicht für alle Schüler gleich. Aus diesem Grund geben die Fachlehrer Wochenaufgaben. Dadurch ist gewährleistet, dass sich jeder Schüler die Lernzeiten nach seinem individuellen Lerntempo in den einzelnen Fächern einteilen kann. Wer z.B. Schwierigkeiten mit Englisch hat, wird für die Aufgaben mehr Zeit als der Durchschnitt verwenden. Dafür sind dann evtl. die Mathematikaufgaben schneller angefertigt.

Ein Schwerpunkt der Methodik des Regelunterrichts an der Loburg ist das kooperative Lernen. Wir halten es aber auch für unverzichtbar, dass den Kindern die Möglichkeit zur selbstständigen Auseinandersetzung mit einer Aufgabe gegeben wird. Deshalb sollen die Lernzeiten (ähnlich wie früher die Hausaufgaben) Zeit für Einzelarbeit bieten. Der betreuende Lehrer in den Lernzeiten sorgt dafür, dass die Schüler in einer ruhigen Arbeitsatmosphäre ihre Aufgaben erledigen können. Um die nötige Ruhe leichter herzustellen, sollen die Klassen in den Lernzeiten geteilt werden.

Es ist für Schüler wichtig, mit einer evtl. auftretenden Phase der Schwierigkeit umzugehen und nicht sofort aufzugeben, wenn sich Aufgabenverständnis und Lösungsweg nicht sofort erschließen. Anstrengungsbereitschaft, die Kompetenz der Selbsthilfe (Nachschlagen im Schulbuch, den eigenen Aufzeichnungen, Regelheft,...) und zielgerichtetes Nachfragen werden hier trainiert.

Die geplante Silentiumsarbeit erfordert von den Schülern Kompetenzen zur Organisation des selbstständigen Lernens, die in allen Jahrgängen auf der Loburg in den verschiedenen Fächern gestärkt werden. Zu Beginn der Klasse 5 geben die Deutschlehrer den Schülern in der Einheit „Lernen lernen“ gezielt Hilfestellungen, wie sie ihre Kompetenzen in diesem Bereich verbessern können.

Die Lernzeiten sollen weitgehend durch die Lehrer der schriftlichen Fächer betreut werden. Dadurch wird den Kindern fachkundige Hilfe ermöglicht. Es wird aber darauf hingewiesen, dass die Lernzeitaufgaben (ähnlich wie Hausaufgaben) von den Fachlehrern so gestellt werden, dass eine selbstständige Bearbeitung durch die Schüler der Regelfall ist.

Die Aufgaben aus den Lernzeiten werden von den Fachlehrern im Regelunterricht wie früher die Hausaufgaben kontrolliert. Die Fachlehrer informieren sich auch darüber, ob einzelne Schüler Aufgaben zu Hause zu Ende machen mussten.

 

 

Die Rolle der Eltern

 

Das wertschätzende Interesse der Eltern an der schulischen Arbeit Ihrer Kinder ist wichtig. Es stärkt das Selbstvertrauen und fördert einen erfolgreichen Lernprozess. Um einen Einblick in die Arbeit der Kinder und die Ergebnisse der Lernzeiten zu bekommen, können die Eltern sich zu Hause die im Unterricht und in den Lernzeiten erstellten Aufgaben zeigen und erläutern lassen.

 

 

Eine letzte Bitte

 

Die Umwandlung der Loburg in eine Ganztagsschule wurde von allen beteiligten Gruppen (Schüler, Eltern, Lehrer, Internat) sorgfältig vorbereitet. Trotzdem wird es am Anfang sicherlich die eine oder andere Schwierigkeit geben. Wir sind uns aber sicher, dass wir die anstehenden Herausforderungen gemeinsam meistern können. Fragen, Anregungen und Kritik können Sie an die Adresse

ganztag@die-loburg.de   richten.

 

Wir wünschen Ihnen alles Gute und den Kindern ein erfolgreiches Schuljahr.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Markus Raveaux

Ganztagskoordinator

 

 

 

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