Exkursion der Erdkundekurse ins Ruhrgebiet

Ruhrgebiet_2019_04

Zu Beginn unserer ganztägigen Exkursion besuchten wir eins der drei Quartiere der Dortmunder Nordstadt, den Nordmarkt. Hier halten sich viele Obdachlose auf. Die Nordstadt ist ein Ankunftsort für viele Menschen, die nach Dortmund kommen, weshalb dort Menschen aus über 150 verschiedenen Herkunftsländern Leben. Während der Führung, geleitet durch die Projektleitung des Quartiersmanagement, Annette Kitzler,  und den Polizisten, Herrn Rath, erhielten wir viele Informationen über die aktuellen Probleme, aber auch über bereits durchgeführte Projekte, die bislang überwiegend den Leerstand der Gebäude und den Sanierungsstau aufgehoben haben.

 

Die diakonische Werkstatt „Passgenau“ ist ein aktuelles Projekt, welches die Lebensqualität der Stadtteilbewohner verbessern soll. Unter anderem gibt es dort eine Schreinerei, eine Werkstatt, eine Art Kindergarten, eine Kleiderkammer und die Möglichkeit ärztlich behandelt zu werden. Auch Jobs bietet die Werkstatt und sie kümmert sich um die Pflege des Nordmarkts, wo sie ein Kiosk und eine öffentliche Toilette betreiben. Zukünftige Maßnahmen des Quartiersmanagements sind uns ebenfalls vorgestellt worden, welche als Ziele die Kriminalität verringern und das Image der Dortmunder Nordstadt aufwerten sollen. Zum Beispiel wird das Viertel gerade für Studenten attraktiver und Künstler werden ebenfalls angezogen. Um die Wohnqualität des Viertels zu steigern, ist eine enge Zusammenarbeit mit den Bewohnern notwendig.

 

Die Bedeutung der Arbeit des Quartiersmanagements wurde umso klarer, ja mehr Details wir über die Polizeieinsätze und –arbeit in dem Viertel erfuhren.

 

Die Nordstadt ist in Dortmund der Stadtteil mit der höchsten Kriminalitätsrate (13 000 Straftaten in 2018). Ansässige Clans betreiben vor allem Drogenhandel, häufig an belebten Orten wie dem Borsigplatz, der Münster Str. oder dem Dietrich Keuning Haus. Die Polizei geht mit u.a. Massendurchsuchungen und erheblich höherer Präsenz gegen diese vor und weigert sich somit, die Nordstadt aufzugeben und als „No-Go Area“ zu bezeichnen. Das Fazit von Herrn Rath lautete, es gebe noch viel zu tun aber man befände sich bereits auf einem guten Weg und jeder könne sich in Dortmund-Nordstadt sicher fühlen.

 

Im Anschluss an die Führung in der Dortmunder Nordstadt, stand ein kurzer Aufenthalt im Oberhausener CentrO auf dem Plan. Dort entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks in den 90er Jahren im Zuge des Strukturwandels eines der größten Einkaufs- und Freizeitzentren des Ruhrgebiets. Wir hatten die Möglichkeit unsere kurze Mittagspause im CentrO zu verbringen.

 

Abschließend sind wir nach Essen zur Zeche Zollverein gefahren, wo wir in Gruppen durch die beeindruckenden Areale des ehemaligen Bergwerks geführt wurden. Durch originale Videounterlagen ist es möglich geworden, die Härte eines Arbeitstages in der Zeche nachzuvollziehen, indem wir beispielsweise Werkzeuge ausprobieren durften. Dabei lernten wir auch einiges über den Weg der Kohle von der Entstehung, über den Abbau und die Verarbeitung bis hin zur Verbrennung. Lustige, spannende und beeindruckende Anekdoten unseres Gästeführers sorgten für eine besonders unterhaltsame und abwechslungsreiche Stimmung, die Raum, für unsere Fragen ließ.

 

Damit ging eine erlebnisreiche, informative und somit absolut gelungene Exkursion zu Ende.

 

Die Q2-Erdkunde-GKs (Di, Al, Schö)

 

 

    

 

   

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