„Echte Sachen statt Bücher“ - Lernen im Haus der Geschichte

Bild 1, EF, Bonn

Am 10. Oktober 2018 machten sich die Schülerinnen und Schüler der EF - Geschichtskurse auf den Weg nach Bonn, um mithilfe der Fragestellung: „Deutschlands Rolle in der Welt: Zuschauer oder Gestalter?“ die Geschichte unseres Staates nach 1945 anhand von historischen Gegenständen und weiterer Quellen aller Art an einem außerschulischen Lernort genau in den Blick zu nehmen.

 

 

 

 

Haushaltsgegenstände, Mode und v.a.m. aus der Wirtschaftswunder- Phase. (Haus der Geschichte, Bonn)

 

 

Seit langem haben die Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Geschichte den Wunsch, die Schülerinnen und Schüler besser mit der jüngeren Vergangenheit Deutschlands bekannt zu machen. Zum einen rücken so Ereignissen in den Fokus, die zum Teil die (Ur)Großeltern- und Elterngeneration der Heranwaschenden betroffen haben und damit nicht selten die familiäre Geschichte der Jugendlichen tangieren. Zum anderen sollten die Lernenden die Gelegenheit haben, Entwicklungen in der deutschen Vergangenheit genauer kennenzulernen, die ihr eigenes Lebensumfeld durchaus bis heute beeinflussen. Das Haus der Geschichte biete mehr als 7.000 Objekte zur Zeitgeschichte und ist ein Lernort, der sowohl die Politik als auch die Alltagsgeschichte der Deutschen nach 1945 anschaulich präsentiert.

 

Allerdings steht vor jeder Exkursion eine Anreise und die war am 10. Oktober insgesamt sehr, sehr lang. So lang, dass man sich wünscht, unter den „tapferen“ jungen Reisenden möge sich jemand finden, der nach dem Abitur möglichst direkt die zündende Eingebung hat, um den täglichen Kollaps auf NRWs Autobahnen zu besiegen.

 

Im Museum machten sich dann die Schülerinnen und Schüler jedes Kurses in Gruppen auf den Weg durch die Ausstellung, ausgestattet mit Beobachtungsaufträgen zu den Themen: NS-Vergangenheitsbewältigung, Entspannung im geteilten Deutschland, Wiederbewaffnung, Europäische Integration und wirtschaftliche Entwicklung. 

 

 

 

 

Wirtschaftliche Entwicklung im geteilten Deutschland (Haus der Geschichte, Bonn)

 

 

 

 

„Schwarzmarkt“, kurz nach dem 2. Weltkrieg (Haus der Geschichte, Bonn)

 

 

 

Die Ergebnisse der Gruppen - Recherche wurden in den nachfolgenden Geschichtsstunden in Form von Präsentationen und einer Plenumsdiskussion intensiv ausgewertet. Die Schülerinnen und Schüler zeigten in ihrem Fazit zur deutschen Entwicklung seit 1945 oft Anerkennung für die Politik und gesellschaftlichen Entscheidungen, aber auch kritische Anmerkungen zur jüngsten Geschichte fanden ihren Platz in den Diskussionen – so wie man es sich für einen lebendigen problemorientierten Geschichtsunterricht wünscht.

 

Die äußeren Bedingungen des Unternehmens seien sicher verbesserungswürdig, so das differenzierte Urteil vieler Schülerinnen und Schüler zur An- und Rückfahrt. Inhaltlich wurde die Exkursion nach Bonn von den verschiedenen Kursen in vielerlei Hinsicht positiv bewertet: Die Ausstellung sei anschaulich und interessant, nun seien manche Themen aus dem Unterricht besser zu verstehen. 

 

Einhellig war die Meinung darin, dass das Lernen an einem außerschulischen Ort eine lohnende Sache ist und wiederholt werden sollte!

 

Barbara Winter

 

 

 

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